Wo kommste wech?! Vonne SCHLEUSE!!!

Wo kommste wech?! Vonne SCHLEUSE!!!

Unsere Interviewserie "Wo kommse wech?! Vonne SCHLEUSE!!!" geht nun in die nächste Runde.

Heute steht uns unser 1.Hauptkassierer Uwe Peters Rede und Antwort.

 

Hallo Uwe, schön dass du dir ein paar Minuten für die Fragen Zeit genommen hast. Du bist ja der Herr der Zahlen an der Schleuse. Wie sieht die momentane finanzielle Lage aus?

Die Finanzlage hat sich in den letzten drei Jahren deutlich entspannt. Der Verein kam in dem laufenden Geschäftsjahr ohne fremde Hilfe aus (kurzfristige Darlehen durch Vorstandsmitglieder). Die Gemeinnützigkeit ist gegeben und das langfristige Darlehen, für die Renovierung des Jugendvereinsheims durch unsere Brauereien (Königspilsener und Warsteiner) durchfinanziert. Seit drei Jahren haben wir mit einem positiven Jahresergebnis gewirtschaftet und das wird auch so bleiben, solange ich für die Finanzen zuständig bin. Es wird nur das ausgegeben was ich verantworten kann.

War dir vor knapp 3 Jahren klar, welche hohen Hypotheken der alte Vorstand dir und deinen neuen Vorstandsmitgliedern mit auf den Weg gegeben hat?

Mir war das schon bewusst, da ich ja zum Vorstand gehörte! Aber wie hoch die Hypothek wirklich war, konnte erst nach einem Kassensturz festgestellt werden. Hier mache ich den damaligen Vorstandsmitgliedern bzw. den Hauptkassierer keinen Vorwurf. „Wir wurden doch immer wieder mit den Alleingängen des ersten Vorsitzenden überrascht und irgendwann musste ich die Reißleine ziehen, der Rest ist bekannt“. Die Aufarbeitung mit dem Finanzamt, für die Jahre 2011- 2014, haben sehr viel Energie gefordert, aber auch dieses Problem hat der Verein bzw. der Vorstand gemeistert.

Im kommenden April feiert der Verein seinen 97. Geburtstag. Also bis zum 100 jährigen ist es dann auch nicht mehr allzu weit. Wie sind deine Pläne für die kommenden Jahre bzw. was möchtest du bis zum 100 jährigen an der Schleuse realisiert haben?

Oh, da habe ich noch einige Visionen. Hier gehe ich genauso wie im Geschäftsleben vor (Stillstand ist Rückstand). Einen geschlossenen Wintergarten/Verkleidung außerhalb des JVH würde ich gerne noch realisieren. Den Imbissverkauf ein neues Gebäude geben (vielleicht in der alten nicht benutzten Kabine), aber da muss noch mit der Stadt geredet werden. Eine neue Küche für das JVH.

Wenn du jetzt mal die Jahre mit dem „neuen“ Vorstand Revue passieren lässt, was hat sich im Verein verbessert?

Als erstes ganz klar die Außendarstellung des Vereins. Heute lesen wir ja sehr viel Positives in den Medien. Zudem die Kommunikation des Vorstandes untereinander. Und natürlich wie in der ersten Frage beantwortet, die finanzielle Lage des Vereins.

Seit dieser Saison können wir nach langer Zeit mal wieder eine A Jugend stellen. Wie wichtig ist das für den Verein und welchen Stellenwert nimmt generell die Jugend in unserem Verein ein?

Die Jugend ist immer die Basis eines Vereins. Ohne Jugend kann kein Verein überstehen. Einige Jugendspieler bleiben den Verein lange verbunden und bilden irgendwann den Vorstand. Bezogen auf die A- Jugend, möchte ich den Verantwortlichen großen Dank aussprechen und mit Erol Kücükarslan haben wir ein Bindeglied zwischen Junioren und Senioren geschaffen. Zwei A Jugendliche nehmen im neuen Jahr an die Vorbereitung der 1. Mannschaft teil.

Es heißt ja immer, dass die Jugend unsere Zukunft ist. Mit welchen Argumenten würdest du einen Jugendlichen dafür begeistern, für eine unserer Jugendmannschaften zu spielen?

Da haben wir schon öfters in der Vorstandssitzung diskutiert. Meiner Meinung nach liegt es auch nicht an der jetzigen Situation, keinen Kunstrasenplatz zu haben. Aus meiner Zeit als Jugendspieler kann ich sagen, dass die Jugendmannschaften von Spielern der 1. Mannschaft trainiert und betreut wurden, da müssten wir eigentlich wieder hin. Die Verbundenheit der Seniorenspieler gegenüber dem Verein fördern, sodass sie Ihre Erfahrung an die Jugend weiter geben. Des Weiteren müssen wir erfahrenen Spielern die Möglichkeit geben, sich bei uns weiter zu bilden, den Übungsleiterschein; die Trainer Lizenz zu erwerben. Denn dort wo genügend Trainer mit Scheinen und Lizenzen sind, wird auch eine hervorragende Jugendarbeit geleistet bzw. hat kein Problem mit Zulauf von Jugendspielern. Also im Grunde gesagt, Geld in die Ausbildung stecken. Einen Jugendspieler mit Geld zu locken, ist der falsche Weg und wäre nur eine kurzfristige Motivation.

Wir sind mit einer der letzten Mannschaften in Oberhausen, die noch keinen Kunstrasen haben. Glaubst du, dass 2018 die Bagger rollen werden?

Da Glaube ich fest dran.

Das „Aushängeschild“ eines jeden Vereins ist und bleibt nun mal die 1. Mannschaft. Wie siehst du die erste Halbserie der 1. Mannschaft?

Man kann schon sehen, dass wir am Anfang der Saison gute Arbeit geleistet haben und an den richtigen Stellschrauben gedreht haben. Die Mannschaft beweist, dass sie eine Einheit ist und Rückschläge sehr gut verkraftet. Aber auch unsere 2. Mannschaft möchte ich nicht vergessen, die unsern Verein nach außen hin hervorragend vertritt. Wir arbeiten alle schon mit Hochdruck für die Rückserie bzw. für den Aufstieg. Es gilt die Mannschaften zu verjüngen, damit wir in der Zukunft gut aufgestellt sind und in der neuen Saison eine gute Rolle in der Kreisliga A spielen. Ja, ich bin vom Aufstieg überzeugt!

Gucken wir mal ein bisschen in die Zukunft. Was glaubst du, wo siehst du den Verein in den nächsten 2-4 Jahren?

Ich sehe unsere 1. Mannschaft im oberen Drittel der Kreisliga A und unsere 2. Mannschaft in der Kreisliga B. Da ich ja von Verjüngung gesprochen habe, hoffe ich immer noch, dass die Abteilung „alte Herren“ endlich wieder im Spielbetrieb kommt. Spieler sind genug da, nur einer müsste es mal in die Hand nehmen!

Das war es eigentlich auch schon. Gibt es noch was, was du unseren Anhängern mitteilen möchtest?

Da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen! Großen Dank für die Unterstützung bei jedem Spiel der Mannschaften. Auch hier wird gezeigt, dass der Verein auf fremden Plätzen mit seinen Zuschauern eine Einheit ist. Ich würde den Aufstieg auch nicht an einigen Personen festmachen, denn dieses ist das Privileg eines ganzen, damit meine ich vom ersten Vorsitzenden bis zum jüngsten Mitglied des Vereines. GLÜCK AUF