Schleuse bejubelt den Schweinesieg

Schleuse bejubelt den Schweinesieg

Weil in der frühen Saisonphase Ergebnisse und Punkte in allen Fußball-Ligen, also auch in der Kreisliga- B, wichtiger sind als die Art und Weise, wie sie zustande kommen, durften sich unsere Schleusenkicker über einen „Schweinesieg“ freuen. So bezeichnete Trainer Carsten Kemnitz den fünften Saisonerfolg seines Teams.

„Das war ein klassischer Arbeitssieg, ein Schweinesieg, befindet er. Das Spiel war absolut gesundheitsgefährdend. Die individuellen Fehler, die wir uns im Spielaufbau geleistet haben, haben mich an der Seitenlinie in mehrere kleine Krisen gestürzt.“

Vor heimischer Kulisse, war bei den Kickern, die Niederlage in Fuhlenbrock immer noch in den Köpfen, ein großer Siegeswille am Anfang des Spiels konnte man nicht erkennen. Von der Seitenlinie aus forderte Kemnitz seine Spieler auf, weiter zu arbeiten und den Druck auf den Gegner aufrechtzuerhalten, aber genau das Gegenteil war zu erkennen. Die Gäste aus Alstaden um Trainer Dirk Huppertz begannen sehr konzentriert und übten enormen Druck aus. Wir standen sehr tief und warteten auf Kontermöglichkeiten, die auch kamen, doch letztlich nicht konsequent ausgespielt wurden. Unsere Abwehr stand insgesamt gut, auch wenn sie das ein oder andere Mal mit Fortuna im Bunde war.

In der Halbzeit muss unser Trainer eine laute Kabinenansprache gehalten haben, denn nach dem Seitenwechsel fanden wir einen Weg zurück ins Spiel. Man nahm mit Leidenschaft den Kampf an und setzte die Alstadener fast durchweg massiv unter Druck, ließ ihnen kaum Luft zum Atmen. Im Spiel nach vorn machten sich unsere Kicker jedoch vieles kaputt, was sie sich in der Defensive erarbeitet haben. Die Alstadener setzten sich mit wilder Entschlossenheit zur Wehr. Wieder und wieder rollte Angriff um Angriff auf das Tor des SWA zu und es kam zu Großchancen im Minutentakt. Erst in der 55. Minute brach dann zum ersten Mal das Abwehrbollwerk der Gäste zusammen. Nach einer Ecke von Christopher Speck konnte der Ball nur unzureichend geklärt werden, so dass Patrick Jakof die 1:0 Führung erzielte. Carsten Kemnitz bewies an diesem Sonntag ein feines Händchen, denn mit der Einwechslung von Anton Fech in der Halbzeit wurde der Spieler gebracht, dem es in der 87. Minute gelang den Ball zum erlösenden 2:0 ein zu schießen. In der 89. Minute machte Christopher Speck den Sack zu.

„Letztlich ist der Sieg für uns aber verdient“, stellte Carsten Kemnitz klar.Mit den vielen Verletzten, können wir nicht erwarten, dass wir SW Alstaden locker schlagen. Leute, die so etwas erwarten, haben keine Ahnung“, resümierte der  Trainer.